Erneuerbare werden immer billiger

Die Investitionskosten für Wind- und Solarengerie werden weiter sinken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Meta-Analyse der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). Insgesamt elf verschiedene Energietechnologien aus fünfzehn unterschiedlichen Studien wurden dafür miteinander verglichen. Die AEE geht auch bei Speichertechnologien von drastisch sinkenden Kosten aus. Jetzt müssten die Einsparungen nur noch beim Verbraucher ankommen.
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Studien-Tipp

Die umweltschädlichen Subventionen in Deutschland sind weiterhin viel zu hoch, rechnet das Umweltbundesamt (UBA) vor: Allein für 2012 summierten sich 57 Milliarden Euro, von denen über 90 Prozent das Klima belasteten. Die Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens werde konterkariert, so die aktualisierte Studie für 2016.
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Netzwerk

WORKSHOP  - Termin wird im Januar 2017 bekannt gegeben - Fraunhofer ICT - Pfinztal

Kälte- und Wärmespeicher für die Prozessindustrie und die Prozesssicherheit

In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer ICT und der Hochschule Luzern veranstaltet das Innovationsnetzwerk „ZukunftSpeicher“ einen Workshop zum Thema "Kälte- und Wärmespeicher für die Prozessindustrie und die Prozesssicherheit"

Informationen


Die Netzwerkidee

Von herausragender strategischer Bedeutung für die künftige Energieversorgung Deutschlands ist ein verbesserter Zugriff auf leistungsfähige, effiziente und wirtschaftlich zu betreibende Energiespeicher.

Angesichts der deutlich zunehmenden fluktuierenden Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien werden neue Speichertechnologien und neue Ansätze des Lastmanagements bzw. neuer Netzstrukturen benötigt. Speicher haben in modernen Energiesystemen eine zentrale Position. Zum einen bilden sie elementare Bestandteile des Energiesystems, indem sie Spitzenlasten puffern sowie indem sie erst den Einsatz von mobilen und netzunabhängigen Technologien ermöglichen. Weiterhin helfen sie, verlustreiche Umwandlungsprozesse zu vermeiden. Die Anforderungen an Energiespeicher umfassen das gesamte zeitliche Spektrum, vom momentanen Auffangen von Spitzenlasten bis zum Anlegen strategischer Reserven. Gleichzeitig soll die anfallende Energie in den verschiedensten Erscheinungsformen gespeichert werden können, als elektrische, elektrochemische, Wärme-, mechanische oder stoffliche Energie.

Deutschland im Jahr 2050: Im Jahresdurchschnitt liefern erneuerbare Energien über 80 Prozent des Strombedarfs. Das funktioniert, weil es ein größeres und leistungsfähigeres Stromnetz gibt als heute. Neue Leitungen transportieren Strom über weite Strecken von Norden nach Süden. Doch die Stromerzeugung aus Wind und Sonne schwankt je nach Wetter, Tages und Jahreszeit sehr stark. Es gibt viele Stunden in denen Wind und Sonne deutlich mehr Strom erzeugen, als die Verbraucher in Deutschland gerade benötigen. Damit dieser Strom nicht verpufft, wird er gespeichert. In den Stunden, in denen die Produktion aus Wind und Solaranlagen absinkt, geben die Speicher ihre Energie wieder ab.

Dieses zukünftige, auf erneuerbaren Energien basierende Energiesystem braucht einen Mix aus verschiedenen Speicherarten und -technologien. Heute sind viele dieser Technologien noch nicht ausgereift. Da noch nicht absehbar ist, welche der verschiedenen Technologien am Ende wirtschaftlich sind, muss ihre Erforschung technologieneutral sein. Leistungsfähige Energiespeicher sind ein Schlüssel zur Energiewende. Diese lässt sich mit dem massiven Ausbau der regenerativen Energiequellen nur mit dem Einsatz von Energiespeichern erfolgreich umsetzen. Hierfür müssen kleine wie große Speicher erforscht werden, solche, die Energie für Minuten oder Stunden, und solche, die Energie über Tage oder Wochen speichern können.

Das Ziel

Aufgabe des Netzwerks und seiner Partner ist es, innovative Technologien und Dienstleistungen für die Anforderungen, die sich in Verbindung mit Energiespeichersystemen ergeben, zu entwickeln und gemeinsam prototypisch umzusetzen.

Thematischer Schwerpunkt dieses Netzwerkes ist die stoffliche und thermische Energiespeicherung. In diesen Bereichen herrscht noch hoher Forschungsbedarf. Themen zu anderen Energiespeicherarten, wie z.B. der mechanischen und chemischen Speicherung werden zudem nicht unberücksichtigt bleiben.
Ansätze von Entwicklungsthemen sollen sich entlang der gesamten energetischen Wertschöpfungskette gliedern, wie Erzeugung, Umwandlung, Verteilung, Speicherung und Nutzung. Zu berücksichtigen ist die gesamte Speicherinfrastruktur und alle Speicherkomponenten. Besonders ist hervorzuheben, dass alle Techniken der stofflichen und thermischen Energiespeicherung von grundsätzlichen Fragen der Materialentwicklung und -charakterisierung bis zu Demonstrationsanlagen bzw. kommerziellen Produkten hin bearbeitet werden.

Betrachtet werden sowohl stationäre als auch bewegliche Speichersysteme.

Es sind bereits mehrere Projektthemen definiert, die mit Netzwerkpartnern umgesetzt werden.

Das Netzwerk

Das Netzwerk besteht aus meist mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem breiten Umfeld der Energiebranche sowie Neueinsteigern aus anderen High-Tech-Branchen. Insbesondere technologieorientierte mittelständische Unternehmen erhalten aus dem Netzwerk positive Impulse zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit im nationalen und internationalen Umfeld.

Durch Vernetzung und Einbeziehung von weiteren Akteuren wird das Netzwerk weiter auf- und ausgebaut und steht auch für neue Partner offen.

Das auf Initiative der Ellwanger EurA Consult AG neu gegründete Netzwerk "ZukunftSpeicher - Speichertechnologien für die Energiewende" wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi).