Neue EEG-Novelle

Das Bundeswirtschaftsministerium hat einen neuen EEG-Entwurf veröffentlicht. Es werden etwa Freiflächenausschreibungen für PV-Freiflächenanlagen in das EEG überführt, während die Ausschreibungsmenge bei der Onshore-Windenergie jährlich neu berechnet werden soll. Seitens der Verbände kommt heftige Kritik. Man befürchtet, der Energiewende eher einen Stein in den Weg zu legen, als sie zu beflügeln. Dennoch will die Regierung den Referentenentwurf noch vor der Sommerpause verabschieden.
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TNS-Emnid Umfrage

Laut einer TNS-Emnid Umfrage wünschen sich 86 Prozent der Deutschen, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien konstant bleibt oder sogar beschleunigt wird. Zudem wünschen sich 87 Prozent mehr Möglichkeiten, sich selbst an der Energiewende zu beteiligen. Interessant ist auch, dass Bayern mit 88 Prozent den höchsten Zuspruch für den Zubau von Wind- und Solarkraft hat.
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Studientipp II

Der neuen VDE-Studie „Schutz- und Automatisierungstechnik in aktiven Verteilnetzen“ zufolge kann der Umbau der Stromverteilnetze in „aktive Verteilnetze“ den wirtschaftlichen und technischen Herausforderungen der Energiewende entgegenwirken. Zudem gilt die Studie u.a. als Leitfaden für die Bewertung von Lösungskonzepten.
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Weniger Geld für Wind und Biomasse

Zum 1. April wurden die Fördersätze für Windenergie um 1,2 Prozent gekürzt. Auch die Biomasse muss mit 0,5 Prozent weniger auskommen. Die Fördersätze werden laut EEG quartalsweise angepasst. Liegt der Zubau der Windenergie zwischen 2,4 und 2,6 GW (gesetzlicher Korridor), werden die Vergütungssätze 0,4 Prozent pro Quartal gesenkt.
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Zukunft der Speicher

Die Deutsche Energie Agentur (dena) will Betriebsmodelle für Speicher finden, die wirtschaftlich sind und das Stromnetz entlasten. Hierfür hat die dena mit einer neuen Studie begonnen und arbeitet mit Netzbetreibern, Energieversorgern, Anlagenbauern und Anbietern von Akkulösungen zusammen. Die Ergebnisse sollen im April 2017 vorgestellt werden.
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Netzwerk

WORKSHOP  -  15.-16.06.2016 - Fraunhofer ICT - Pfinztal

Kälte- und Wärmespeicher für die Prozessindustrie und die Prozesssicherheit

In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer ICT und der Hochschule Luzern veranstaltet das Innovationsnetzwerk „ZukunftSpeicher“ einen Workshop zum Thema "Kälte- und Wärmespeicher für die Prozessindustrie und die Prozesssicherheit"

Informationen


Die Netzwerkidee

Von herausragender strategischer Bedeutung für die künftige Energieversorgung Deutschlands ist ein verbesserter Zugriff auf leistungsfähige, effiziente und wirtschaftlich zu betreibende Energiespeicher.

Angesichts der deutlich zunehmenden fluktuierenden Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien werden neue Speichertechnologien und neue Ansätze des Lastmanagements bzw. neuer Netzstrukturen benötigt. Speicher haben in modernen Energiesystemen eine zentrale Position. Zum einen bilden sie elementare Bestandteile des Energiesystems, indem sie Spitzenlasten puffern sowie indem sie erst den Einsatz von mobilen und netzunabhängigen Technologien ermöglichen. Weiterhin helfen sie, verlustreiche Umwandlungsprozesse zu vermeiden. Die Anforderungen an Energiespeicher umfassen das gesamte zeitliche Spektrum, vom momentanen Auffangen von Spitzenlasten bis zum Anlegen strategischer Reserven. Gleichzeitig soll die anfallende Energie in den verschiedensten Erscheinungsformen gespeichert werden können, als elektrische, elektrochemische, Wärme-, mechanische oder stoffliche Energie.

Deutschland im Jahr 2050: Im Jahresdurchschnitt liefern erneuerbare Energien über 80 Prozent des Strombedarfs. Das funktioniert, weil es ein größeres und leistungsfähigeres Stromnetz gibt als heute. Neue Leitungen transportieren Strom über weite Strecken von Norden nach Süden. Doch die Stromerzeugung aus Wind und Sonne schwankt je nach Wetter, Tages und Jahreszeit sehr stark. Es gibt viele Stunden in denen Wind und Sonne deutlich mehr Strom erzeugen, als die Verbraucher in Deutschland gerade benötigen. Damit dieser Strom nicht verpufft, wird er gespeichert. In den Stunden, in denen die Produktion aus Wind und Solaranlagen absinkt, geben die Speicher ihre Energie wieder ab.

Dieses zukünftige, auf erneuerbaren Energien basierende Energiesystem braucht einen Mix aus verschiedenen Speicherarten und -technologien. Heute sind viele dieser Technologien noch nicht ausgereift. Da noch nicht absehbar ist, welche der verschiedenen Technologien am Ende wirtschaftlich sind, muss ihre Erforschung technologieneutral sein. Leistungsfähige Energiespeicher sind ein Schlüssel zur Energiewende. Diese lässt sich mit dem massiven Ausbau der regenerativen Energiequellen nur mit dem Einsatz von Energiespeichern erfolgreich umsetzen. Hierfür müssen kleine wie große Speicher erforscht werden, solche, die Energie für Minuten oder Stunden, und solche, die Energie über Tage oder Wochen speichern können.

Das Ziel

Aufgabe des Netzwerks und seiner Partner ist es, innovative Technologien und Dienstleistungen für die Anforderungen, die sich in Verbindung mit Energiespeichersystemen ergeben, zu entwickeln und gemeinsam prototypisch umzusetzen.

Thematischer Schwerpunkt dieses Netzwerkes ist die stoffliche und thermische Energiespeicherung. In diesen Bereichen herrscht noch hoher Forschungsbedarf. Themen zu anderen Energiespeicherarten, wie z.B. der mechanischen und chemischen Speicherung werden zudem nicht unberücksichtigt bleiben.
Ansätze von Entwicklungsthemen sollen sich entlang der gesamten energetischen Wertschöpfungskette gliedern, wie Erzeugung, Umwandlung, Verteilung, Speicherung und Nutzung. Zu berücksichtigen ist die gesamte Speicherinfrastruktur und alle Speicherkomponenten. Besonders ist hervorzuheben, dass alle Techniken der stofflichen und thermischen Energiespeicherung von grundsätzlichen Fragen der Materialentwicklung und -charakterisierung bis zu Demonstrationsanlagen bzw. kommerziellen Produkten hin bearbeitet werden.

Betrachtet werden sowohl stationäre als auch bewegliche Speichersysteme.

Es sind bereits mehrere Projektthemen definiert, die mit Netzwerkpartnern umgesetzt werden.

Das Netzwerk

Das Netzwerk besteht aus meist mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem breiten Umfeld der Energiebranche sowie Neueinsteigern aus anderen High-Tech-Branchen. Insbesondere technologieorientierte mittelständische Unternehmen erhalten aus dem Netzwerk positive Impulse zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit im nationalen und internationalen Umfeld.

Durch Vernetzung und Einbeziehung von weiteren Akteuren wird das Netzwerk weiter auf- und ausgebaut und steht auch für neue Partner offen.

Das auf Initiative der Ellwanger EurA Consult AG neu gegründete Netzwerk "ZukunftSpeicher - Speichertechnologien für die Energiewende" wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi).