Netzausbau bleibt im Fokus

Im Monitoringbericht der Bundesnetzagentur prognostiziert die Regulierungsbehörde einen Investitionsbedarf von 9,3 Mrd. Euro für die nächsten zehn Jahre. Zuvor lag die Schätzung bei 6,6 Mrd. Euro. Aufgrund der neuen Anreizregulierungsverordnung muss diese Erhöhung inhaltlich nicht mehr begründet werden. Die Regierung habe ihre wichtigste Kontrollmöglichkeit aus der Hand gegeben, kritisieren Verbraucherzentralen.
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Steigender Stromverbrauch

Das Wirtschaftswachstum und die Zuwanderung werden im nächsten Jahr wohl für einen höheren Stromverbrauch in Deutschland sorgen. Der BDEW rechnet mit einem Anstieg von 0,7 Prozent gegenüber 2016. Die Ökostrom-Erzeugung dürfte im Vergleich jedoch langsamer wachsen. 2016 ist der Energieverbrauch in Deutschland nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen derweil leicht gestiegen. Immerhin: Die Anteile von Kohle und Atom gingen leicht zurück, während die Erneuerbaren ihre Werte marginal verbessern konnten.
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Letzte Änderungen an den Energie-Gesetzen hat der Bundestag kurz vor dem Jahreswechsel vorgenommen

Die Neuregelungen betreffen sowohl das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz als auch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und treten mit dem Jahr 2017 in Kraft. So sollen u.a. künftig die EEG-Umlage bei Mieterstrom-Modellen anteilig erhoben und Stromspeicher nicht mehr doppelt mit EEG-Umlage und Abgaben belastet werden. Offshore-Windkraftanlagen dürfen künftig 25 statt bisher 20 Jahre betrieben werden. Erneuerbaren Energien sollen Vorrang vor fossilen Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen haben – was besonders den Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) freut. Bedenken äußert hingegen der BWE: Der Windverband fürchtet, die Festlegung von Netzausbaugebieten könnte die eigentlich erwünschte Sektorkopplung über Jahre blockieren.
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Faktencheck Energiewende 2016

Das Papier, das der Klima- und Energiefonds zusammen mit dem Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) erstellt hat, setzt Zahlen und Fakten den Mythen rund um Energiewende und Klimaschutz entgegen. Zudem arbeitet es aktuelle Daten, Trends und Argumente in der klima- und energiepolitischen Diskussion auf.
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Insgesamt 230.000 zukunftsfähige Arbeitsplätze sollen in Deutschland bis 2030 im Bereich der Erneuerbaren entstehen

Laut einer Studie des Bundeswirtschaftsministeriums wird die Energiewende zum Jobmotor und schafft mehr Jobs als bei der fossilen Stromerzeugung verloren gehen. Wenn man's denn richtig angeht …
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Netzwerk

WORKSHOP  - Termin wird im Januar 2017 bekannt gegeben - Fraunhofer ICT - Pfinztal

Kälte- und Wärmespeicher für die Prozessindustrie und die Prozesssicherheit

In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer ICT und der Hochschule Luzern veranstaltet das Innovationsnetzwerk „ZukunftSpeicher“ einen Workshop zum Thema "Kälte- und Wärmespeicher für die Prozessindustrie und die Prozesssicherheit"

Informationen


Die Netzwerkidee

Von herausragender strategischer Bedeutung für die künftige Energieversorgung Deutschlands ist ein verbesserter Zugriff auf leistungsfähige, effiziente und wirtschaftlich zu betreibende Energiespeicher.

Angesichts der deutlich zunehmenden fluktuierenden Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien werden neue Speichertechnologien und neue Ansätze des Lastmanagements bzw. neuer Netzstrukturen benötigt. Speicher haben in modernen Energiesystemen eine zentrale Position. Zum einen bilden sie elementare Bestandteile des Energiesystems, indem sie Spitzenlasten puffern sowie indem sie erst den Einsatz von mobilen und netzunabhängigen Technologien ermöglichen. Weiterhin helfen sie, verlustreiche Umwandlungsprozesse zu vermeiden. Die Anforderungen an Energiespeicher umfassen das gesamte zeitliche Spektrum, vom momentanen Auffangen von Spitzenlasten bis zum Anlegen strategischer Reserven. Gleichzeitig soll die anfallende Energie in den verschiedensten Erscheinungsformen gespeichert werden können, als elektrische, elektrochemische, Wärme-, mechanische oder stoffliche Energie.

Deutschland im Jahr 2050: Im Jahresdurchschnitt liefern erneuerbare Energien über 80 Prozent des Strombedarfs. Das funktioniert, weil es ein größeres und leistungsfähigeres Stromnetz gibt als heute. Neue Leitungen transportieren Strom über weite Strecken von Norden nach Süden. Doch die Stromerzeugung aus Wind und Sonne schwankt je nach Wetter, Tages und Jahreszeit sehr stark. Es gibt viele Stunden in denen Wind und Sonne deutlich mehr Strom erzeugen, als die Verbraucher in Deutschland gerade benötigen. Damit dieser Strom nicht verpufft, wird er gespeichert. In den Stunden, in denen die Produktion aus Wind und Solaranlagen absinkt, geben die Speicher ihre Energie wieder ab.

Dieses zukünftige, auf erneuerbaren Energien basierende Energiesystem braucht einen Mix aus verschiedenen Speicherarten und -technologien. Heute sind viele dieser Technologien noch nicht ausgereift. Da noch nicht absehbar ist, welche der verschiedenen Technologien am Ende wirtschaftlich sind, muss ihre Erforschung technologieneutral sein. Leistungsfähige Energiespeicher sind ein Schlüssel zur Energiewende. Diese lässt sich mit dem massiven Ausbau der regenerativen Energiequellen nur mit dem Einsatz von Energiespeichern erfolgreich umsetzen. Hierfür müssen kleine wie große Speicher erforscht werden, solche, die Energie für Minuten oder Stunden, und solche, die Energie über Tage oder Wochen speichern können.

Das Ziel

Aufgabe des Netzwerks und seiner Partner ist es, innovative Technologien und Dienstleistungen für die Anforderungen, die sich in Verbindung mit Energiespeichersystemen ergeben, zu entwickeln und gemeinsam prototypisch umzusetzen.

Thematischer Schwerpunkt dieses Netzwerkes ist die stoffliche und thermische Energiespeicherung. In diesen Bereichen herrscht noch hoher Forschungsbedarf. Themen zu anderen Energiespeicherarten, wie z.B. der mechanischen und chemischen Speicherung werden zudem nicht unberücksichtigt bleiben.
Ansätze von Entwicklungsthemen sollen sich entlang der gesamten energetischen Wertschöpfungskette gliedern, wie Erzeugung, Umwandlung, Verteilung, Speicherung und Nutzung. Zu berücksichtigen ist die gesamte Speicherinfrastruktur und alle Speicherkomponenten. Besonders ist hervorzuheben, dass alle Techniken der stofflichen und thermischen Energiespeicherung von grundsätzlichen Fragen der Materialentwicklung und -charakterisierung bis zu Demonstrationsanlagen bzw. kommerziellen Produkten hin bearbeitet werden.

Betrachtet werden sowohl stationäre als auch bewegliche Speichersysteme.

Es sind bereits mehrere Projektthemen definiert, die mit Netzwerkpartnern umgesetzt werden.

Das Netzwerk

Das Netzwerk besteht aus meist mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem breiten Umfeld der Energiebranche sowie Neueinsteigern aus anderen High-Tech-Branchen. Insbesondere technologieorientierte mittelständische Unternehmen erhalten aus dem Netzwerk positive Impulse zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit im nationalen und internationalen Umfeld.

Durch Vernetzung und Einbeziehung von weiteren Akteuren wird das Netzwerk weiter auf- und ausgebaut und steht auch für neue Partner offen.

Das auf Initiative der Ellwanger EurA Consult AG neu gegründete Netzwerk "ZukunftSpeicher - Speichertechnologien für die Energiewende" wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi).